So regelt Junglandwirt Franz Faltermeier den Einkauf online

Feb. 25, 2020, 11:15 a.m.

In einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb muss jeder mit anpacken. So ist es auch bei Franz Faltermeier, Landwirtssohn und Agrarexperte bei Agrando. Während seines Agrarwissenschaftsstudiums und neben der Arbeit im Münchner Büro hilft er seinem Vater auf dem Hof, so gut er kann. Mit Agrando organisiert er den Einkauf zeit- und ortsunabhängig, was eine große Erleichterung ist. Worauf es ihm dabei ankommt, berichtet er im Interview.

 

Wer Agrando Pro bucht, erhält eine professionelle Bedarfsanalyse und einen Einkaufsplan vom Agrarexperten. Franz Faltermeier ist einer von ihnen. Er ist selbst aktiver Landwirt und nutzt Agrando privat zum Einkauf von Betriebsmitteln. Während sein Vater den Hof im Vollerwerb führt, unterstützt Franz ihn so planerisch bei einer effizienten Betriebsführung. Sein praktischen Wissen lässt er direkt in die Produktentwicklung bei Agrando einfließen, um auch anderen Familienbetrieben zu helfen. Wie er beide Welten im Alltag hinbekommt verrät er hier!

 

Welche Art Betrieb habt ihr?

Meine Eltern bewirtschaften einen Vollerwerbsbetrieb im Landkreis Erding, auf dem ich schon während der Schulzeit viel geholfen habe. So kam ich auch zum Entschluss Agrarwissenschaften in Weihenstephan zu studieren. Auf unserem Hof sind wir breit aufgestellt: Fersenmast, Biogasanlage, Marktfruchtbau und ein Gästehaus gehören zu den Betriebszweigen. Die Milchviehhaltung haben wir erst vor zwei Jahren aufgegeben, da meine Großeltern natürlich nicht jünger werden und ich ja normal zur Arbeit gehe.

 

Wirst du den Hof später einmal übernehmen?

Mein Ziel ist es auf jeden Fall, den Hof mittelfristig selbst im Vollerwerb zu führen, allerdings ist die aktuelle politische Lage dafür sehr unsicher.

 

Wie würdest du dich als Landwirt im Vergleich zu deinem Vater beschreiben – habt ihr verschiedene Herangehensweisen?

Ja, tatsächlich sind wir da sehr verschieden. Aber genau das haben wir mittlerweile gelernt, für uns zu nutzen. Mein Papa ist durch und durch Praktiker, ein “Arbeitstier vom alten Schlag”. Er hat einen unheimlich großen Erfahrungsschatz und kann Situationen blitzschnell richtig einschätzen. Ich bin mehr so der Planer, ich setzte mich abends hin und erstelle Exceltabellen mit Dünger- oder Pflanzenschutzstrategien, arbeite mit einer digitalen Ackerschlagkartei und organisiere unseren Betriebsmitteleinkauf frühzeitig über Agrando. Gleichzeitig ist mein Papa aber auch ein sehr moderner Mensch, interessiert sich immer für die neuste Technik, ist unkonventionellen Verfahren gegenüber aufgeschlossen und hat immer neue Ideen, die er umsetzen möchte. Ich denke, gerade deshalb funktioniert unsere Zusammenarbeit seit Jahren sehr gut!

 

Woran arbeitest du aktuell bei Agrando?

Mein aktuelles Projekt ist die Weiterentwicklung von Agrando Pro. Hier geht es darum, Landwirten Arbeitszeit zu sparen, indem wir sie bei ihrem Betriebsmitteleinkauf persönlich unterstützen. Meine Aufgabe ist es, konkrete Anforderungen aus der Praxis in neue Funktionen und Produkte einfließen zu lassen – dabei betrachte ich sowohl die Perspektive eines Landwirts als auch die eines Händlers. Nur wenn es für beide Seiten stimmt, können wir wirklichen Mehrwert schaffen. Ich bin außerdem eine Art Übersetzer von der landwirtschaftlichen Welt in die IT. Ich beschreibe alle Anforderungen so, dass sie von meinen Kollegen ohne landwirtschaftlichen Background verstanden und sinnvoll programmiert werden können.

 

Wie sieht eine normale Woche für dich aus? Wie bringst du die Arbeit für Agrando und deine Aufgaben auf dem Hof zusammen?

Da ich einen sehr langen Arbeitsweg nach München habe, bin ich generell nur drei Tage im Büro. An den anderen zwei Tagen mache ich Homeoffice und spare mir somit die gesamte Pendelzeit. Welche Tage das sind, vereinbaren wir meist relativ kurzfristig, je nachdem welche Termine oder Hofarbeiten anstehen. Was mir auch hilft, ist, dass wir bei Agrando sehr zielorientiert arbeiten. In der Regel kann ich so selber einteilen wann ich was bearbeite. Wichtig ist, dass es zur rechten Zeit fertig ist. Wenn ich also für Feld- oder Stallarbeit noch das Tageslicht nutzen möchte, kann ich mir das meist so einteilen, dass es auch klappt. Natürlich bin ich dabei immer über Telefon oder Chat für meine Kollegen erreichbar.

 

Wie sehen bei euch die Arbeitsabläufe beim Einkauf der Betriebsmittel aus? Wie hilft dir Agrando dabei?

Für mich persönlich ist Agrando sehr nützlich. Die meisten Einkäufe übernehme ich nach Absprache mit meinem Papa für den Betrieb. Dabei ist wichtig, dass ich rechtzeitig plane, damit die Sachen auch sicher auf dem Hof sind, wenn die Anwendung ansteht. Früher habe ich das meiste per E-Mail gemacht, da ich mich ja meist außerhalb der regulären Geschäftszeiten der Händler damit beschäftigt habe. Über die Plattform geht das für mich jetzt einfacher und vor allem übersichtlicher.

 

Was macht Agrando für dich als Landwirt so besonders – zum Beispiel im Vergleich zu anderen Onlineshops für landwirtschaftliche Betriebsmittel?

Für mich ist es wichtig, dass ich Anfragen oder Bestellungen auch am Wochenende oder am Abend abgeben kann und diese dann auch zuverlässig bearbeitet werden. Ansonsten rede ich mit den Händlern natürlich auch persönlich und greife mal zum Telefon. Aber das eigentlich nur, wenn es wirklich notwendig ist. Was Onlineshops in dieser Szene betrifft: Ich finde es zwar ganz cool, online Bestellungen aufzugeben. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die dort angegebenen Listenpreise so gut wie immer weit über dem realen Marktniveau liegen.

 

Franz Faltermeier im Agrando CouchTalk

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Steckbrief: Ferienhof Adambauer

Der landwirtschaftliche Betrieb in Niederhöning bei Dorfen existiert seit 1647 und befindet sich seitdem in Familienbesitz. Bis 2017 lebte der Vollerwerbsbetrieb von der Milchwirtschaft. 2005 wurde diese mit dem Bau einer Biogasanlage zur Produktion von klimaschonendem und nachhaltigen Strom um ein weiteres Standbein erweitert. Heute kümmern sich drei Generationen der Familie Faltermeier um etwa 25 Mastrinder, darunter auch ein paar Wagyu-Rinder, sowie Kälber, Katzen und Fische. Neben der Wiesenbewirtschaftung ernten sie auf ihren Ackerflächen Mais, Weizen, Dinkel, Triticale, Gerste, durchwachsene Silphien und Kleegras. Mit gemütlichen Ferienwohnungen und Gästezimmern öffneten sie den Hof 2013 auch für Urlauber und Familien.  https://ferienhof-adambauer.de/

 

Das Team hinter Agrando ist unser Herzstück, ohne das nichts von all dem möglich wäre, was wir für die Landwirtschaft leisten. Wer diese Menschen sind, was sie dazu antreibt mit Agrando die moderne Landwirtschaft zu prägen - das erfahrt ihr in unserer Interviewreihe "Meine Agrando Story". Jedes Agrando-Teammitglied stellt sich und seine persönliche Story vor. Im letzten Beitrag haben wir mit den Business Developern Moritz und Franz gesprochen.


Möchtest du Teil der Agrando Vision werden? Dann schau doch mal auf unserer Karriereseite vorbei. Wir suchen engagierte Talente wie dich, die die Landwirtschaft aktiv mitgestalten möchten!

Autor Kristina Lutilsky
2020 25. February