Unsere Agrando Story: Moritz und Franz

Jan. 9, 2020, 3:34 p.m.

Das Team hinter Agrando ist unser Herzstück, ohne das nichts von all dem möglich wäre, was wir für die Landwirtschaft leisten. Wer diese Menschen sind, was sie dazu antreibt mit Agrando die moderne Landwirtschaft zu prägen - das erfahrt ihr in unserer Interviewreihe "Meine Agrando Story". Jedes Agrando-Teammitglied stellt sich und seine persönliche Story vor. Im letzten Beitrag haben wir mit Creative Designer Johannes gesprochen. In diesem Artikel lernt ihr das Duo Moritz Rechberg und Franz Rabbow kennen, die bei Agrando ihre Masterarbeit verfasst haben und tatkräftig im Business Development mitmischen.

 

Hallo ihr beiden! Bitte beschreibt euch und euren Hintergrund kurz. Welchen Bezug habt ihr zur Landwirtschaft?

Franz: Ich komme selbst nicht vom Betrieb, habe aber Agrarwissenschaften im Bachelor studiert. Der Bezug zur Landwirtschaft kommt maßgeblich durch meinen Onkel, welcher einen Betrieb in Sachsen-Anhalt hat. Außerdem habe ich in den Sommermonaten häufig als Erntehelfer bei Freunden und Verwandten gearbeitet. 

Moritz: Auf einem kleinen Gutshof groß geworden, hatte ich schon sehr früh direkten Kontakt mit der Landwirtschaft, weshalb auch ich (wie mein Vater) Agrarwissenschaften studiert habe. Für mich war die Abwechslung zwischen Theorie (Vorlesung) und Praxis besonders wichtig, also das Erlernte auch gleich “draußen” anwenden zu können.

 

Wie seid ihr zu Agrando gekommen?

Franz: Agrando kannten wir aus der Presse und von befreundeten Landwirten. Konkret wurde das Unternehmen dann, als wir uns nach einem Startup für die Masterarbeit umgesehen haben. Der Kontakt zum Gründer kam dann über einen guten Freund.

 

Moritz und Franz im Agrando Couchtalk

 

Worum geht es in eurer Masterarbeit und wie habt ihr Agrando damit vorangebracht?

Franz: Hier müssen wir ein bisschen weiter ausholen. Wir haben beide einen Agrar-Bachelor mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften. Bei der Wahl unseres Masterstudiengang waren uns zwei Dinge wichtig: Zum einen wollten wir unsere betriebswirtschaftlichen Kenntnisse weiter vertiefen, zum anderen wollten wir uns mit dem Megatrend der Digitalisierung intensiver beschäftigen. 

In diesem Zuge sind wir auf die Frankfurt School of Finance & Management aufmerksam geworden, eine private, staatlich anerkannte Wirtschaftsuniversität. Die Frankfurt School bietet innerhalb des Management Studiengangs einen sogenannten “Digital Business” Schwerpunkt an. In diesem erfährt man, was hinter Schlagworten wie disruption, IoT, platform etc. steckt. Das Studium ist sehr praxisorientiert und bietet die Möglichkeit, Beratungsprojekte in den verschiedensten Industrien mitzugestalten. Diese Praxisnähe war uns auch für die Masterarbeit wichtig. 

Da wir beide im Kern Landwirte sind, haben wir uns nach Startups in der Branche umgesehen. Warum ein Startup? Ganz einfach, hier war klar, dass uns ein großes Maß an Eigenverantwortung übertragen wird. Zeitgleich muss die Idee, für die das Startup steht, hoch innovativ sein, ansonsten wird es am Markt nicht überleben. All diese Eigenschaften sahen wir bei Agrando erfüllt. Agrando bot die perfekte Möglichkeit unsere akademische Laufbahn und persönlichen Interessen zu verknüpfen. Außerdem hat uns der rasante Wachstum von Agrando gereizt sowie das hohe Potential, das in der Digitalisierung des Landhandels steckt. 

Wir sind Teil der Business Development Abteilung geworden und haben uns mit der Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells für Landhändler auseinandergesetzt. Außerdem haben wir uns mit SCRUM organisiert und bewertet, inwieweit sich diese aus der IT stammende Projektmanagement-Management-Methode für rein betriebswirtschaftliche Zwecke eignet. Da wir das von uns entwickelte Geschäftsmodell erfolgreich im Markt etablieren konnten, lässt sich sagen, dass diese Methode definitiv geeignet ist. Konkret ging es um Marktpotentialanalysen für Landhändler.

 

"Jodelnder Business Developer" und "Profitschöpfer": Warum habt ihr euch so betitelt und was macht ihr bei Agrando so den ganzen Tag?

Moritz: Die Titel sollten zu einem gewissen Teil etwas über uns aussagen und auch etwas mit unserer Tätigkeit zu tun haben. Mir als gschondner Oberbayer liag des Jodln hoid im Bluat. Und wie Franz schon erwähnte, waren wir zusammen im Business Development-Team. 

Franz: Profitschöpfer deswegen, da man sich im Business Development häufig die Frage stellt, wie sich mit bestimmten Ideen Geld verdienen lässt. Das beinhaltet meist Wettbewerbs-, Zielkunden-, und Rentabilitätsanalysen. Aber auch der direkte Kundenkontakt und Experteninterviews spielen eine große Rolle. Insgesamt entstehen diese Namen aber eher aus einer Laune heraus.

 

Was ist euer Lieblingsplatz hier im Büro?

Franz: Definitiv das Bräustüberl. Es ist nicht nur der gemütlichste Meetingraum, sondern zeitgleich unsere Kreativitätswerkstatt. Wenn wir bei der Masterarbeit mal nicht weiter wussten, haben wir uns meistens dorthin verkrochen. Außerdem steht dort der Getränkekühlschrank.

Moritz: Korrekt. Wie der Name schon vermuten lässt, wird dort auch mal nach Feierabend das ein oder andere Bier getrunken.

 

Gibt es einen ganz besonderen Agrando Moment, an den ihr euch erinnert?

Franz: Generell lässt sich sagen, dass das Feedback von Landwirten enorm ehrlich ist, das kann schon mal lustig werden! Aber ein ganz besonderer Moment fällt mir jetzt nicht ein. Das ist schon eher die Anzahl der Momente, die überzeugt.

Moritz: Vielleicht der indirekte Agrando-Moment, als wir final unsere Arbeit hochgeladen und  abgeschickt haben und gleich danach auf der Wiesn angestoßen haben. Ansonsten gibt es zahlreiche lustige Momente mit dem Team, sei es Team-Wiesn, im Office oder erst vor kurzem bei der Weihnachtsfeier.

 

Und zum Schluss noch: Was macht Agrando für euch so besonders?

Franz: Das, was Agrando besonders macht, ist definitiv das Team. Auf die Idee, den Landhandel zu digitalisieren, kommt man schnell. Wie man es dann umsetzt, ist die andere Frage. Bei Agrando arbeiten Landwirte, Softwareentwickler und Fachfremde verschiedener Nationalitäten vereint und realisieren dieses Ziel gemeinsam und sehr effektiv. 

Moritz: Dem ist nicht hinzuzufügen. 

Vielen Dank!

Autor Kristina Lutilsky
2020 09. January