Deine Agrando Story: Thomas

Aug. 23, 2019, 3 p.m.

Heute starten wir mit unserer Beitragsreihe "Deine Agrando Story". Jedes Agrando Teammitglied wird sich im Laufe der Zeit in einem Interview vorstellen und seine/ihre persönliche Agrando Story erzählen. Die Leute hinter Agrando sind unser Herzstück ohne die nichts von all dem möglich wäre. Und natürlich möchten wir niemandem vorenthalten, wer diese Menschen sind und was sie dazu antreibt mit Agrando die moderne Landwirtschaft zu prägen und den Agrarhandel jeden Tag ein bisschen digitaler zu machen.

 

Unsere erste Story erzählt uns Thomas. Einige kennen ihn bereits aus dem ein oder anderen Agrando CouchTalk (hier geht's zu den Videos ;)).
Der gebürtige Franke aus dem Nürnberger Land, aufgewachsenen in einem kleinen Dörfchen am Fuße des Moritzbergs, hat Agrarwissenschaften (B.Sc.) und Agrarmanagement (M.Sc.) an der TU München studiert und ist in zwischen seit fast 1,5 Jahren bei Agrando dabei. Daheim führt der Vater noch den Bio Milchviehbetrieb (die Schlossbauern) und auch der Opa ist noch voll involviert. :)

 

Hey Thomas, möchtest du dich kurz in 3 Sätzen für uns beschreiben?

Puh, sich selbst zu beschreiben ist echt nicht leicht, aber ich würde mich als (fast) immer gut gelaunten Optimisten, der hier und da mal einen gut gemeinten doofen Spruch bringt, beschreiben. Außerdem darf in der Beschreibung die Liebe zu Daten nicht fehlen. Ich glaube viele meiner Mitmenschen würden diese Eigenschaft bestätigen, auch wenn sie es vielleicht nicht immer nachvollziehen können. :D

 

Magst du uns die Geschichte erzählen, wie du zu Agrando gekommen bist?

Da denke ich immer wieder gerne daran zurück, aber ich muss ein wenig ausholen: Durch meine Masterarbeit bin ich (themenbedingt) während Methodik Recherchen in die Richtung von Machine Learning und Datenanalyse abgedriftet. Das war für mich, als hätte ich ein Tor zu einer wundervollen neuen Welt geöffnet. Ich habe jede freie Minute genutzt, um mich privat in diesem Bereich weiterzubilden und habe alle Informationen aufgesaugt, wie ein Schwamm. Schließlich war es für mich klar, dass ich auch beruflich weiter in diese Richtung gehen möchte.

Nun ist es leider in Deutschland oft noch so, dass man für alles eine Bescheinigung benötigt, bevor jemand einem seine Fähigkeiten abnimmt. Deshalb hatte ich mich schon fast entschieden in den sauren Apfel zu beißen und ein Studium im Bereich von Data Science zu beginnen (auch, wenn ich dabei wahrscheinlich nicht viel neues gelernt hätte)... Auf der Suche nach einem möglichen Werkstudenten Job in dem ich meine beiden Leidenschaften für Daten und Landwirtschaft verbinden könnte, kam mir Agrando in den Sinn. Ich hatte die Entwicklung schon während meines Studiums etwas über Facebook und Co. verfolgt und fand die Idee ziemlich beeindruckend.

Nach einem sehr witzigen Telefonat mit Jonas, einem unserer Gründer, wurde schnell klar, dass wir sehr viele Ansichten teilen und ich mich mit der Mission und Vision von Agrando durch und durch identifizieren kann. Agrando hat mir das Vertrauen in meine Fähigkeiten geschenkt, wodurch das pro forma Studium hinfällig wurde. Jetzt arbeite ich als “Data Scientist” inmitten eines super netten Teams.

 

 

Da könnte man ja jetzt fast ein bisschen rot werden. ;) Aber erzähl doch mal, was machst du hier eigentlich den ganzen Tag so?

Zurecht! Ich finde unser ganzes Team ist einfach klasse! ;)
Aber zurück zur Frage:

Relativ kurz beschrieben würde ich sagen “Probleme mit Hilfe von Daten lösen”. Darunter kann mich sich vorstellen, dass wir im Team versuchen Situationen und damit verbundene Probleme (von Kunden oder aber auch unternehmensintern) zu identifizieren, in denen mit Hilfe von Daten z.B. Entscheidungen leichter (und hoffentlich besser) getroffen werden können. Dabei kann es sich um schwerwiegende Unternehmensentscheidungen (fiktives Beispiel: “Sollen wir in diese Region investieren?”), aber auch um alltägliche Probleme (z.B. “Ist das Angebot meines Händlers fair?”) handeln. Anschließend überlege ich mir, welche Daten in der Situation nützlich sein können und wie diese aufbereitet werden müssen, damit sie zu hilfreichen Informationen für den Betroffenen werden. Nach der Problemidentifizierung und Konzeptionierung bin ich dann auch in der Entwicklung der Werkzeuge und Programme involviert, wodurch ich einen Großteil meiner Arbeitszeit auch mit Programmieren verbringe.

 

Also das volle Mathe und IT Programm bei dir! :D Bei uns auf der Webseite kann sich ja jeder Mitarbeiter einen eigenen Spaßtitel überlegen. Sag mal, warum heißt du „Mr. Maximum Likelihood“?

Das ist ein kleiner statistischer Insider. :D „Maximum Likelihood“ ist ein statistisches Verfahren, welches z.B. beim Maschine Learning eingesetzt wird, um Parameter für ein Modell zu schätzen. Das ist zwar sehr technisch, aber ich fand den Begriff relativ passend. Wir versuchen schließlich auch die Probleme so zu lösen, dass sie den Kunden mit größter Wahrscheinlichkeit zufrieden stellen.

 

Und wo ist dein Lieblingsplatz im Büro? - Und warum genau dort?

Natürlich im Bräustüberl! :D Der Raum hat perfekte Voraussetzungen für eine freie Gedanken Entfaltung am Whiteboard kombiniert mit entspannter Arbeitsatmosphäre auf der legendären grünen Couch. Natürlich spielt auch ein wenig mit rein, dass hier zwischendurch ein paar Spielchen auf der Konsole ausgetragen werden, wenn man mal eine gesunde Ablenkung braucht. ;)

 

 

Magst du uns noch einen deiner liebsten Agrando-Momente verraten?

Mein wahrscheinlich witzigster Moment bei Agrando war das erste Telefonat mit Jonas. Er kam wohl frisch aus einer Besprechung in der entschieden wurde, dass Agrando noch einen Data Scientist braucht. Er war dann so perplex über meinen Anruf, dass er zunächst eine lange Denkpause einlegen musste. Ich dachte er überlegt sich jetzt, wie er mich abwimmeln kann, war aber dann genauso überrascht von seinen Worten: „Schätzelein, dich schickt der Himmel“ :D. Ich war erstmal kurz verwirrt von der Wortwahl. ;) Schnell wurde aber klar, dass der Zufall es hier wohl für beide Seiten gut gemeint hatte.

 

Das ist wirklich eine schöne Erinnerung! Kannst du uns auch noch verraten, was Agrando für dich so besonders macht?

Das Konzept rund um Agrando finde ich super innovativ. Die Idee, nicht nur großen Playern in der Landwirtschaft weiter zu helfen noch größer zu werden, sondern jedem die gleiche Möglichkeit zu geben die ersten Schritte in die Digitalisierung des Landhandels zu gehen, begeistert mich. Ich sehe eine große Chance für Landwirte, Landhändler und Hersteller darin, Marktdaten anonym zu teilen und dadurch bessere Entscheidungen treffen zu können. Zusätzlich können wir dabei helfen viele “nervige” Schritte zu automatisieren. Die Möglichkeit meine Leidenschaft für Daten auszuleben und gleichzeitig mit meiner Arbeit Landwirten dabei zu helfen wieder mehr dem nachgehen zu können, was ihnen wirklich wichtig ist, treibt mich dabei besonders an. Nicht zuletzt deshalb, weil ich bei meinem Vater, der auch einen Hof zu hause hat, oft genug sehe, dass er lieber auf dem Traktor arbeitet, als lästige Büroaufgaben zu erledigen.

Danke lieber Thomas, für deine Offenheit und Zeit! Ich glaube wir können uns jetzt alle gut vorstellen was du hier so machst und warum du bei Agrando bist. :)

 

Du kannst dir Agrando als deinen neuen Arbeitgeber vorstellen? Dann schau' doch mal bei unseren offenen Stellenausschreibungen vorbei.

Autor Stephanie Leß
2019 23. August